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Betriebliches Eingliederungsmanagement in Schleswig-Holstein

10.000 Euro Prämie für ein erfolgreiches BEM!

Sie sind ein öffentliches oder privates Unternehmen in Schleswig-Holstein und setzen das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) für Menschen mit Schwerbehinderung vorbildlich um?

Dann können Sie sich um die BEM-Prämie bewerben! Es lohnt sich für Sie als Unternehmen und für Ihre Mitarbeitenden!

Wie können Sie sich um die BEM-Prämie bewerben?

Überprüfen Sie über die Teilnahmevoraussetzungen, ob Sie sich um die BEM-Prämie bewerben können. Informieren Sie sich auch zu den Prämierungsbestimmungen.

Sie erfüllen die Voraussetzungen zur Teilnahme?
Dann füllen Sie einfach den Bewerbungsfragebogen aus. Es gibt einen Bewerbungsfragebogen für Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitende und einen Fragebogen für Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitenden.

 

Ihre Bewerbungsunterlagen sind komplett, wenn Sie an Folgendes gedacht haben: 

  • ausgefüllte und unterschriebene Teilnahmevoraussetzung,
  • ausgefüllter und unterschriebener Bewerbungsfragebogen sowie
  • weitere erklärende Unterlagen, wie die Betriebs- und/oder Integrationsvereinbarungen und spezifische betriebliche Ideen der Umsetzung des BEM in Ihrem Unternehmen.

 

Im Jahr 2017 können bis zu fünf Unternehmen mit jeweils 10.000 EUR ausgezeichnet werden! Die Ausschreibung läuft noch bis 31.12.2017. Machen Sie mit! 

Prämierte Unternehmen im Jahr 2016

In der Kategorie der großen Unternehmen wurden folgende Preisträger ausgezeichnet:

 

Die folgenden Unternehmen erhielten die BEM-Prämie in der Kategorie der kleinen Unternehmen:


Für sein besonderes Engagement wurde der Hersteller von O-Ringen und Elastometerdichtungen C. Otto Gehrckens aus Pinneberg prämiert.

Preisträger berichten

Die Lübecker Hafen-Gesellschaft bei der Preisverleihung.

Die Lübecker Hafen-Gesellschaft

Die Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH ist Deutschlands größte Hafengesellschaft an der Ostseeküste. 2016 gehörte das Unternehmen zu den Preisträgern der BEM-Prämie.

Der BEM-Beauftragte Dirk Balk wirbt für ein vertrauensvolles Miteinander. Lesen Sie mehr im Kurzinterview:

 

Was macht das BEM der Lübecker Hafen-Gesellschaft aus, Herr Balk?

Entscheidend ist, dass der oder die BEM-Berechtigte die Wahl hat, ob er oder sie an BEM teilnehmen möchte und ob nach dem Angebot überhaupt ein Gespräch zustande kommt. Die Beschäftigten erfahren unbedingtes Vertrauen, denn Vertrauen ist die Basis einer jeden Beziehung.

 

Wie wirkt sich BEM auf die Beschäftigten aus?

Nach einiger Zeit des "Abtastens" kann ich sagen, dass das gegenseitige Vertrauen da ist. Ich werde als BEM-Beauftragter als "neutraler Berater" wahrgenommen. Durch den personenzentrierten Gesprächsansatz nach Carl Rogers und durch unsere Achtsamkeit wird Vertrauen aufgebaut. Das führt zu kreativen Ideen im BEM-Prozess.

 

Was raten Sie anderen Unternehmen, Herr Balk?

Bleiben Sie authentisch und am Menschen interessiert. Das Rad muss nicht neu erfunden werden. Ich kann jedem empfehlen, sich um die BEM-Prämie zu bewerben, haben Sie Mut. Es muss nicht "perfekt" sein. Ein BEM-Prozess lebt und ist immer anders.

 

Was hat sich verändert, seitdem Sie die BEM-Prämie erhalten haben?

Durch die BEM Prämie erfahren wir als BEM-Team noch mehr Aufmerksamkeit. Auch außerhalb des Unternehmens werden wir vermehrt angesprochen. Das macht uns stolz und ist nebenbei positive Werbung für unser Unternehmen.

 

Vielen Dank für das Gespräch!

Preisträger berichten

17111 Transit Transport und Logistik bei der Preisverleihung.

Die 17111 TRANSIT TRANSPORT & LOGISTIK GmbH & Co. KG im Interview

Wer auf Norddeutschlands Straßen unterwegs ist, kennt die LKW mit dem Aufdruck 17111 gut. Beheimatet ist das dazugehörige Unternehmen in Osterrönfeld. 250 Mitarbeitende sind hier beschäftigt und wahre Experten für Transport und Logistik.2016 gehörte das Unternehmen zu den Preisträgern der BEM-Prämie. Wir sprachen mit Miriam Blohme, Mitglied des Integrationsteams, welches bei 17111 BEM-Projekte umsetzt.

 

Was zeichnet das BEM bei 17111 aus, Frau Blohme?

Wir sind ein mittelständisches, familiengeführtes Unternehmen. Das persönliche Miteinander wird von den Kolleginnen und Kollegen als besonders positiv empfunden. Das spiegelt sich auch in unserem Slogan wider: „Hinter unseren Zahlen stehen Menschen“. Dadurch haben wir von Beginn an eine hohe Akzeptanz des BEM erfahren.

Wir haben ein Integrations-Team gebildet, welches sich monatlich trifft, um sich z.B. über Wiedereingliederungs-Lösungen auszutauschen. Wir informieren unsere Mitarbeitenden regelmäßig über Präventionsmaßnahmen. Dank des gut funktionierenden BEM ist das Fürsorgebewusstsein weiter gestiegen. Besonders der Prozess der Wiedereingliederung wird seit der Einführung des BEM intensiver von unseren Führungskräften unterstützt und begleitet. Wir sehen das BEM als immer weiter zu entwickelnde Aufgabe. Es ist uns wichtig, unsere Kolleginnen und Kollegen nach einer Krankheit bestmöglich zu unterstützen.

 

Was hat sich seit der Einführung eines BEM bei 17111 verändert?

Wir gehen proaktiver auf die Mitarbeitenden zu. Eine frühzeitige Kontaktaufnahme sichert uns ein Abholen des Mitarbeiters mit seinen Sorgen und Fragen zur Wiedereingliederung in den beruflichen Alltag.

Noch während der Krankheitsphase wird der BEM-Berechtigte angeschrieben und informiert. Ein weiteres, persönliches Informationsgespräch wird angeboten. Wir wollen transparent informieren und die Chancen eines BEM-Verfahrens aufzeigen. Viele Kollegen haben vom Betrieblichen Gesundheitsmanagement zu wenig gehört, um es als Unterstützung zu erkennen.

Auch präventiv haben wir mehrere Projekte angestoßen und konnten schon einige konkrete Maßnahmen umsetzen. Insbesondere unsere neu geschaffenen Ruhezonen sind beliebt bei unseren Kolleginnen und Kollegen. Zudem haben wir aktive Mittagspausen mit guter Resonanz durchgeführt. Während einer aktiven Mittagspause können unsere Mitarbeitenden Dehnübungen machen oder an einer Ernährungsberatung teilnehmen. Geplant ist zum Beispiel, das Kantinenangebot um regelmäßige Obsttage zu erweitern. 

 

Was ist Ihrer Erfahrung nach das Wichtigste bei der Umsetzung von BEM?

Für uns ist eine schnelle, persönliche und individuelle Betreuung der Schlüssel für ein erfolgreiches BEM. Aus unserer Sicht ist der Mitarbeitende der Dreh- und Angelpunkt. Eine positive und persönliche Gesprächskultur ist Voraussetzung, um allen gerecht zu werden. Denn oftmals ist die Angst vor Kündigung oder Gehaltseinbußen mit im Gepäck. Da sollten gute Lösungen her, die oft nicht sofort auf der Hand liegen. Mindestens genauso wichtig sind das Gespräch und die Maßnahmenvorschläge mit der Geschäftsführung bzw. den Personalplanern und den Führungskräften anzusehen.

Eine hilfreiche Unterstützung ist auch die konsequente Nutzung von Ressourcen der öffentlichen Stellen. Eine schnelle und gute Zusammenarbeit mit der DRV, den Integrationsämtern und den Fürsorgestellen vor Ort hilft dem Arbeitgeber manchmal unmögliches möglich zu machen. Für die rechtliche und professionelle BEM-Verfahrensumsetzung nehmen wir Schulungen und Vorträge wahr.

 

Im Dezember 2016 haben Sie die BEM-Prämie erhalten. Wofür möchten Sie das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro nutzen?

Besonders freut uns, dass wir unsere Azubis für das sogenannte Move-Guide-Pausen-Projekt begeistern konnten. Wir möchten noch weitere präventive Projekte umsetzen und unser Angebot zur aktiven Pause erweitern. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen sich neben der Arbeit durch optimale Gestaltung der Pausen den nötigen Ausgleich holen können, um ein langfristiges, zufriedenes Berufsleben zu haben.

Außerdem möchten wir gerne weiter Anti-Stress-Seminare anbieten. Dort sind alle Themen enthalten, die den Mitarbeitenden frühzeitig Raum geben, um über Sorgen und Probleme zu sprechen. Immer in der Hoffnung, das jeder Mitarbeiter seine eigenen Ressourcen frühzeitig zu aktivieren lernt, um nicht in eine Stressfalle zu tappen, die in einer seelischen oder körperlichen Krankheit endet. Wir möchten noch weitere präventive Projekte umsetzen und unser Angebot zur aktiven Pause erweitern. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen sich neben der Arbeit durch optimale Gestaltung der Pausen den nötigen Ausgleich holen können, um ein langfristiges, zufriedenes Berufsleben zu haben.

 

Vielen Dank für das Gespräch!

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